Die kommunale Abfallwirtschaft steht unter zunehmendem Druck, die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu fördern. Sozial benachteiligte Gruppen haben nur begrenzten Zugang zu wiederverwendbaren Gütern, und das Bewusstsein für verantwortungsvollen Konsum ist nach wie vor gering. KOLO begegnet dieser Situation durch systematische Wiederverwendung, gezielte soziale Unterstützung, Aufklärung und Gemeinschaftsbildung – und liefert damit praktische, alltagsnahe Beispiele für nachhaltiges Verhalten.
KOLO
Projektträger: KOLO n.o.
Verantwortliche*r: Martina Čechová
2026
Nominiert
SK
Zivilgesellschaft / Sozialwirtschaft
Bildung
Lokale Entwicklung
Umwelt
KOLO verbindet Abfallwirtschaft, soziale Unterstützung und Bildung zu einem umfassenden Wiederverwendungsmodell. Gegenstände werden gesammelt, sortiert und wieder in den Kreislauf zurückgeführt, wodurch Abfall reduziert wird. Durch gezielte Hilfe von Partnerorganisationen gelangen hochwertige Waren zu benachteiligten Gruppen. Schulprogramme, Workshops und öffentliche Veranstaltungen sensibilisieren für verantwortungsvollen Konsum und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.
Das kommunale Abfallentsorgungsunternehmen OLO a.s. führt das Projekt mithilfe der Mitarbeiter des Wiederverwertungszentrums durch. Das KOLO-Team besteht aus einem Manager, einem Teamleiter sowie Mitarbeitern im Verkauf und im Lager, wobei Kollegen aus verschiedenen Abteilungen von OLO den Betrieb, die Veranstaltungen und die Verwaltung unterstützen. Diese integrierte Struktur gewährleistet eine professionelle Betreuung und die effektive Umsetzung der ökologischen und sozialen Ziele.
Die Menge und das Gewicht der angenommenen, verkauften und gespendeten Gegenstände, die ausgefertigten Schenkungsurkunden, die Häufigkeit der Workshops und die Besucherzahlen geben Aufschluss über die quantitativen Auswirkungen. Umfragen zur Besucherzufriedenheit und Bewertungen des Nutzens für die Gemeinschaft liefern das qualitative Bild; zusammen bieten sie einen umfassenden Überblick über den Beitrag von KOLO in den Bereichen Umwelt, Soziales und Bildung.
Das Modell ist zwar auf Bratislava zugeschnitten, lässt sich jedoch auf andere Städte und Regionen übertragen. Zu den übertragbaren Elementen des Modells gehören das Wiederverwertungszentrum, das Spenden-System, Bildungsworkshops, die Einbindung der Bevölkerung und die Wirkungsüberwachung. Der finanzielle Aufwand könnte den Anwendungsbereich in kleineren Gemeinden einschränken, doch das Kernmodell lässt sich in unterschiedlichen Kontexten weiterhin umsetzen.