Admission ticket to the accessible Pécs

Projektträger: People First Közhasznú Egyesület - Pécs, People First Public Benefit Association - Pécs

Verantwortliche*r: Pataki Veronika

2026

Nominiert

HU

Zivilgesellschaft / Sozialwirtschaft

Herausforderung

Es gibt keine landesweite, geprüfte Datenbank mit barrierefreien Orten, was bedeutet, dass Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen keine wirklich barrierefreien Orte finden können. Die verfügbaren Informationen sind oft ungeprüft und stammen von Laien, sodass die Barrierefreiheit erst bei der Ankunft offensichtlich wird. Dies hat bedauerliche Folgen und schränkt ihre uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ein. Was benötigt wird, ist ein von der Basis ausgehendes, gemeinschaftlich aufgebautes Netzwerk aus städtischen Datenbanken, die von den direkt Betroffenen geprüft werden.

Idee

Die Datenbank „Barrier-free Pécs“ zeigt, wie eine mittelgroße Stadt von der Basis aus einen systemischen Wandel bewirken kann. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht das Engagement der Gemeinschaft: Das Wissen über Barrierefreiheit wird von unten nach oben organisiert, anstatt von oben herab verordnet zu werden. Indem sie das Unsichtbare sichtbar macht, macht die Datenbank alltägliche Barrieren deutlich und verändert die gesellschaftliche Denkweise. Der freie Zugang ist sowohl für die Nutzer*innen als auch für die erfassten Orte von entscheidender Bedeutung. Dank ihrer Einfachheit lässt sich die Datenbank leicht von anderen Städten übernehmen.

Akteur*innen

Erkundungsteams von bis zu vier Mitgliedern des Behindertenverbands führen Besichtigungen vor Ort anhand einer professionellen Checkliste durch. Sie senden Standortbeschreibungen mit Fotos an den Projektkoordinator, der die Einträge überprüft und auf Ungarisch und Englisch hochlädt. Ein IT-Experte ist für die Wartung und Weiterentwicklung zuständig. Der Koordinator ist für Marketing, Partnerschaften, Fundraising und die Verbreitung des Modells verantwortlich. Standortbetreiber werden gebeten, Änderungen über den Newsletter zu melden, um eine kontinuierliche Aktualisierung zu gewährleisten.

Wirkung

Der Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ verleiht Menschen mit geringem Selbstvertrauen und eingeschränkter gesellschaftlicher Teilhabe eine sinnvolle Mitwirkungsmöglichkeit. Es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, während Entscheidungsträger Barrierefreiheit als Marketingvorteil für die Stadt begreifen. Die Wirkung wird anhand der Teilnehmerzahl, des Grades der gesellschaftlichen Teilhabe, der Zunahme von Partnerschaften sowie einer vergleichenden Analyse gemessen, die den Anstieg barrierefreier Orte erfasst.

Transfer

Das Modell basiert auf bürgerschaftlichem Engagement, Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten, offenem Zugang und Messbarkeit und lässt sich auf andere Städte, Regionen und Länder übertragen. Es eignet sich besonders gut für ungarische Städte, touristische Ziele und internationale Partnerschaften. Die Methodik kann auch in anderen Bereichen angewendet werden, in denen persönliche Erfahrungen wichtiger sind als offizielle Informationen, wie beispielsweise in den Bereichen Nachhaltigkeit, Bildung und kommunale Dienstleistungen.