Social housing reconstruction camp

1. Preis 2011

Land: Ungarn

Region: Landesweit umgesetzt

Sektor: Zivilgesellschaft / Sozialwirtschaft

Handlungsfelder: Arbeit, Armut, Kommunalentwicklung

Projektträger: Foundation for the College for Advanced Studies in Social Theory

Verantwortliche*r: Vera Kovács

Worum geht es?

In Ligetvaros, einer sozial isolierten Siedlung in der westungarischen Stadt Nagykanizsa, leben rd. 500 Menschen in Gebäuden eines ehemaligen Militärhospitals. Ausgehend vom College für Advanced Studies in Social Theory in Budapest organisiert eine Gruppe junger, politisch engagierter Leute Working Camps. In deren Rahmen werden heruntergekommene Sozialwohnungen von über hundert ungarischen und internationalen Freiwilligen gemeinsam mit den vor Ort Wohnenden renoviert und besser isoliert. Ein Vertrag mit der Gemeinde ermöglicht den mitarbeitenden MieterInnen im Gegenzug, ihre Mietrückstände teilweise oder komplett zu reduzieren, und bewahrt sie so vor einem Umzug in slumartige Behausungen am Rande der Siedlung…

Würdigung der Jury

Wohnungsnot ist im heutigen Ungarn ein verbreitetes Armutssymptom. StudentInnen sehen das, fahren hin und entwickeln ein Projekt mit multipler Wirkung: Häuser sind renoviert, Energiekosten gespart, Mietrückstände entscheidend verringert; die erlebte Zusammenarbeit mit (inter)nationalen VolontärInnen hat auf die Siedlung eine zart belebende Wirkung, die Kommune willigt in den Tausch Mietrückstände gegen Wertsteigerung des Wohnungsbestandes ein, der Enthusiasmus der InitiatorInnen trägt Früchte. Wunderbar wie politisch-soziale Sensibilität in konkret aufbauende Unterstützung mündet. Wir wünschen viele weitere „Social Housing Reconstruction Camps“ – mit beispielgebender Wirkung!