Dreams of Junk

1.000 Euro Preis 2013

Land: Ungarn

Region: ganz Ungarn

Sektor: Kommerzielles Unternehmen

Handlungsfelder: Armut

Projektträger: Multikulti 2009 Bt.

Verantwortliche*r: Illés Márton

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Worum geht es?

Rund um die kommunal organisierten Sondermülltage in den Budapester Stadtvierteln werden lokale Straßenkunstaktionen durchgeführt – unter Nutzung des im öffentlichen Raum vorgefundenen Sperrmülls. Beteiligt sind in den Stadtvierteln wohnende Jugendliche bzw. junge Erwachsene und die sogenannten 'Lomis' mit ihren Kindern. 'Lomis' sind in Ungarn informelle Sammlerinnen und Sammler von gebrauchten Gegenständen. Die am meisten Interessierten nehmen dann an einer 13-wöchigen Indoor-Ausbildung teil. Seit Herbst 2011 wurden so 32 Aktionstage durchgeführt und rund 700 Jugendliche lernten von mehr als 80 (Peer-) TrainerInnen einiges über (Straßen- bzw. Trash)Kunst, etwa über re-art, flash mob oder citizen's media.

Würdigung der Jury

"Dreams of Junk" ist die erste sozial-kulturelle Initiative in Ungarn, die informelle Sammlerinnen und Sammler von gebrauchten Gegenständen, 'Lomis' genannt, zur Zielgruppe hat. Gemeinsam mit lokalen Jugendlichen, die in den Stadtvierteln wohnen, produzieren sie im öffentlichen Raum aus (nicht mehr) gebrauchten Dingen Kunstwerke. Das gemeinsame Lernen bei öffentlichen Aktionen schafft einen tragfähigen Rahmen für die Annäherung von sozialen Gruppen, die sonst nichts miteinander zu tun haben. Die Innovation besteht hier im Verändern von Bildern: die 'Lomis' sammeln nicht Müll, sie sammeln spätere Kunstwerke.